Sardinien, kurz erklärt

Gleich als erstes: Sardinien ist nicht Italien. Und es ist keine Insel, obwohl sie eine ist.

Mit diesen zwei merkwürdigen Wahrheiten lässt sich quasi alles Kuriose, das dir begegnen wird, erklären.

Das Selbstverständnis ist pur sardisch – so ähnlich wie die Inuit auch keine Dänen sind, hat der oft wortkarge und melancholisch wirkende Sarde wenig mit dem aufbrausenden Italiener vom Festland zu tun. Ein ruhiges, ehrliches und fast melancholisches Volk, das für seine Gastfreundschaft berühmt ist.

Sardinien ist richtig groß und die Sarden haben trotz der über 1.800 km Küste ihre Heimat stets im Landesinneren gewählt. Sie pflegen eine »irdene«, mit dem Land verbundene Kultur. Das »echte« Sardinien findet man dort.

Ausnahmen bestätigen die Regel – wie etwa Fischerkulturen auf den vorgelagerten Inseln. Die wiederum zum Teil keine Sarden, sondern eben zum Beispiel Maddalenini sind. So gesehen lässt sich auf Sardinien einiges über Markenkern, Imagebildung und Konsequenz in der Kommunikation lernen!

Sardinien dehnt sich Nord-Süd auf ca. 300 und Ost-West auf ca. 150 Kilometer aus
Sardinien dehnt sich Nord-Süd auf ca. 300 und Ost-West auf ca. 150 Kilometer aus

Mit 1,6 Millionen Einwohnern und jährlich rund 12 Millionen Touristen – und knapp 7 Millionen Schafen! – ist die autonome Region Sardinien mehr als ein Urlaubsland.

Sie ist eine schier unendliche Quelle an Inspiration.

Die Insel, mehr als halb so groß wie die Schweiz, verfügt über eine weitgehend naturbelassene Landschaft und viele geografische Highlights. Das Klima ist höchst vielfältig: In den Bergen schneit es und du kannst Skifahren – oder am gleichen Tag an der Küste im T-Shirt sitzen.

Sardinien hat vier Nationalparks, 26 regionale Schutzgebiete und 3 Meeresschutzgebiete.

Bei meinen Events, die ich für Firmen und Unternehmer organisiere, geht es darum, die Interessen der Einheimischen und der Natur mit denen der Teams und Gäste zusammenzubringen, um den schönen Standort langfristig attraktiv und intakt zu erhalten. Alle Seiten sollen den größtmöglichen Nutzen von einer Veranstaltung haben. »Win-win« auf Sardisch sozusagen.

  • Die Insel entwickelt sich zunehmend in den verschiedensten Segmenten – von aktiv, alternativ und individuell bis zu geschäftlich und hochklassig. Natürlich hakt es hier und da – it’s not a bug, it’s a feature 😉
  • Das Segment des Ecotourismus wird immer wichtiger und erlaubt naturverbundene, aktive Konzepte – im gesamten Jahr!
  • Sardinien hält ein enormes Potenzial in weniger bekannten Regionen bereit, das darauf wartet, entdeckt und wertgeschätzt zu werden.
  • Sardinien ist gleichzeitig eine der strukturschwächsten Regionen Italiens und strebt vermehrt nach Unabhängigkeit und Autonomie – ein in der sardischen Bevölkerung tief verwurzeltes Anliegen. Das zeigt sich in einem großen Drang zur Selbstständigkeit und dem Wunsch, ehrlich und gut zu arbeiten – auch bei immensen bürokratischen Hürden und schleichender Korruption.
  • Damit Konzepte aus und in Sardinien erfolgreich sind, müssen die Menschen einbezogen und Mentalität und Kultur gegenseitig verstanden und respektiert werden. Auch bei Events, die nur ein paar Tage dauern, ist ein respektvolles Zusammenarbeiten der Schlüssel zum Erfolg.
  • Sardische Unternehmer produzieren mit Leidenschaft und Herzblut, und daraus entstehen oft richtig gute Angebote – vom Weinbauern bis zum Schäfer, vom Agriturismo bis zum Guide für Exkursionen. Wer die lokalen Anbieter einbezieht, bekommt das „gewisse Etwas“, eine persönliche, manchmal sogar familiäre Note für sein Event.
  • Die Versöhnung von Interessen innerhalb Europas ist ein wichtiges Argument – nur mit gegenseitigem Respekt funktionieren Konzepte langfristig.
  • Last but not least: Nachhaltigkeit rettet! Die Insel ist ein wertvolles Kleinod im Mittelmeer, und der Schutz von Natur und Kultur zahlt sich langfristig für alle Seiten aus.