Studienreise auf Sardinien – speziell für Frauen im Mai 2019

Eine superschöne Kultur- und Genussreise führt uns im Mai 2019 durch den Osten und Süden Sardiniens. Konzipiert ist die Reise speziell für Frauen, die in entspannter Atmosphäre netzwerken und sich etwas Besonderes gönnen wollen.

Uns erwartet eine ganz feine Mischung aus Berg und Meer, Wein und Musik, Kunst und Murales, Flamingos und Schafen, Nuraghen und Mamuthones – und ganz viel Dolce Vita!

Ein Highlight der Reise führt uns - unter anderem - auf das von drei Schwestern geführte Weingut EMINAS in Mamoiada
Ein Highlight der Reise führt uns – unter anderem – auf das von drei Schwestern geführte Weingut EMINAS in Mamoiada

Die Reise entstand für Frau und Vermögen in Zusammenarbeit mit UNIque Reisen. Hier geht es zum detaillierten Reiseprogramm und zur Anmeldung:

Infos: Studienreise Sardinien mit „Frau und Vermögen“ »

Und wie es die Natur von Netzwerken ist, will auch diese Studienreise nach Sardinien offen sein für neugierige und aufgeschlossene Frauen jeden Alters, die ihren Horizont erweitern mögen.

Ich selbst werde die Reise begleiten und als „schwarzes Schaf“ und Sardinien-Insider (pecora nera – Reiseblog aus Sardinien) aus dem sardischen Nähkästchen plaudern.

Wichtig: Die Plätze sind begrenzt, Anmeldeschluss: 6. Januar 2019


PS. – Die spannende Kultur Sardiniens zu erleben ist natürlich auch für Männer oder gemischte Gruppen möglich – fragt mich einfach. Ich organisiere gern eine auf eure Wünsche und Ziele zugeschnittene Sardinien-Reise, die ihr nie vergessen werdet!

Studienreise auf Sardinien – speziell für Frauen im Mai 2019

Schaf & Co: Landwirtschaftliche Fachreise zu einer antiken Hirtenkultur

Sardinien, die Insel der Schafe. Auf diesem »kleinen Kontinent« hat sich über die Jahrtausende eine Hirtenkultur entwickelt, die bis heute in der modernen Welt Bestand hat. »Pastore«, Hirte, ist auf Sardinien ein hoch angesehener Beruf, der die Gesellschaft prägt.

Die unterschiedliche Arbeitsweise, Mentalität und Werte der Sarden liefern Impulse, um auf neue Ideen für den eigenen Betrieb zu kommen, die eigenen, ausgetretenen Pfade zu verlassen, die eigenen Methoden und Denkmuster zu hinterfragen – und letztlich Innovationen zu begünstigen.

Antike Hirtenkultur auf Sardinien
Antike Hirtenkultur auf Sardinien

Und so ist eine landwirtschaftliche Fachreise nach Sardinien auch mehr als ein Ausflug auf eine schöne Insel, auf der viele Schafe sind.

Sardinien gibt zudem Inspiration für eine nachhaltige Landwirtschaft, die Wirtschaftlichkeit und Tierwohl, Tradition und Gegenwart miteinander vereinbart. Immer mehr junge Leute ergreifen bewusst die Chancen, die sich daraus ergeben und die Branche erfährt neuen Aufwind.

Zukunftsmusik auf Basis der antiken Hirtenkultur einer Insel im Mittelmeer? Aber ja! Horizonterweiterung ist immer ein interessantes Puzzlestück – ob in der eigenen beruflichen Vita oder für die Geschichte des Betriebs.

Schafe im Melkstand der Fattoria Su Grabiolu im Oristanese
Schafe im Melkstand der Fattoria Su Grabiolu im Oristanese

Ich organisiere Ihre landwirtschaftliche Fachreise zu Schaf & Co. auf Sardinien. Art und Ziel ist individuell: vom geselligen Ausflug zur Schafschur mit anschließendem Hirtenessen bis zur durchorganisierten Fachreise mit Workshops auf einem Schafhof begleite ich kleine und große Gruppen durch Sardinien.

Im Bereich der Schafzucht und -haltung kenne ich so ziemlich alles, was Sardinien zu bieten hat: den einzelnen, alten Schäfer in der Einöde des Sarrabus, den hemdsärmeligen Vater-und-Sohn-Betrieb in den Hügeln bei Mamoiada, die mit Hütehund frei laufenden Herden im Gennargentu oder den modernen Hof mit rund 1.000 Tieren in der weiten fruchtbaren Ebene von Oristano. Einen ersten Eindruck vermittelt dieser Bericht über den Hof Su Grabiolu auf meinem Sardinien-Blog.

Diese unterschiedlichen Ansätze – durch die örtlichen Gegebenheiten und Traditionen des jeweiligen Ortes entstanden – geben eine mögliche Reiseroute quer durch die Insel vor.

Auf Wunsch reisen wir zusammen mit einem professionellen Dolmetscher, um den fachlichen Austausch vor Ort noch zu verstärken und ggf. Kooperationen zu ermöglichen.

Alle Fachreisen lassen sich auch als individueller Sprach- und Bildungsurlaub sowie mit enogastronomischen Elementen als kulinarische Rundreise konzipieren.

Antike Methoden im modernen Schafhof

Je nach Region und Art des Betriebes hat die Schäferei auf Sardinien sehr unterschiedliche Ansätze. Viele Betriebe haben sich modernisiert, viele arbeiten aber auch noch so wie ihre Großväter. Manche Betriebe wissen das Beste aus beiden Welten erfolgreich zu verbinden.

Methodisch ist Sardinien in der Antike verankert: Was früher gut war, ist auch heute noch gut – so der Grundgedanke. Die innere Haltung der sardischen Schäfer ist hemdsärmelig, ausdauernd und sie sind Härte gewohnt. Und: Sie sind weitgehend unbeeinflusst von dem Erfolgsdruck des übrigen Kontinents.

Bester sardischer Pecorino im Kühlraum
Bester sardischer Pecorino im Kühlraum

Die Besucher erfahren von diesem besonderen Menschenschlag aus erster Hand, wie heute auf der Mittelmeerinsel gearbeitet wird:

    • Wie kann in unserer schnellebigen Welt für den internationalen Markt der erstklassige sardische Pecorino noch in Quasi-Handarbeit hergestellt werden?
    • Welche Herausforderungen und Chancen hat die traditionelle Schäferei?
    • Welche antike Methoden sind heute noch in der Käseproduktion lebendig?
    • Wie wird heute eine Herde Schafe auf Sardinien mit reduzierten finanziellen Möglichkeiten betreut?
    • Wie hat die antike Transhumanz den Schäfer von heute geprägt und was heißt Transhumanz heute?
    • Wie hat sich die Schafzucht entwickelt und was macht das sardische Schaf besonders?

Nachhaltigkeit in der sardischen Viehzucht und -haltung

Nachhaltigkeit ist auf Sardinien – auch dank der limitierenden, natürlichen Gegebenheiten einer Insel mitten im Meer – ein in vielen Betrieben gelebtes Prinzip.

Vor allem die reine und naturbelassene Landschaft, das noch häufig anzutreffende Prinzip der frei laufenden Herden, und last but not least die innere, zufriedene Haltung des sardischen Bauern sorgen dafür, dass die meisten Bauern und Betriebe in Quasi-Bioqualität produzieren. Jungtiere wachsen im Herdenverband auf. Geschlachtet wird in der Regel nach Bedarf und die Fleischqualität ist exzellent und wird zu einem vernünftigen Preis auf dem heimischen Markt verkauft. Der Verbraucher, aber auch sardische und internationale Köche wissen dies zu schätzen.

Frei laufende Herde im Gennargentu Arzanese
Frei laufende Herde im Gennargentu Arzanese

Die Schafe sind zwar typisch für Sardinien – aber nur ein Beispiel. In der gesamten Inselmitte – westlich bei Oristano, im Nuorese, Medio Campidano bis östlich im Gennargentu werden die Kuhrassen Sardo Bruna (entstanden durch Einkreuzung von Milchkühen aus den Schweizer Alpen) und Sardo-Modicana (auch als Bue Rosso / rotes Rind bekannt) gezüchtet und gehalten. Die Ebene bei Arborea ist die Heimat von Milchvieh. In der Gallura werden in den letzten Jahren vermehrt Limousins und Highlands in kleinen, feinen Herden gehalten. Auch Schweine sind seit jeher ein wichtiger Bestandteil der Inselkultur, oft noch in Freilandhaltung in den Eichenwäldern des Gennargentu oder auf saftigen Wiesen weidend.

 

Schaf & Co: Landwirtschaftliche Fachreise zu einer antiken Hirtenkultur